Projekt

Energie-Campus Ulm (ECU)

Ein Kraftwerk für Bildung und Forschung

Ressourceneffizienz und Energie / Digitalisierung

Träger und Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Peter Renze

Technische Hochschule Ulm
Tel.: 0731 50 28405
peter.renze@thu.de

Idee

Erneuerbare Energien sind aus der heutigen Energielandschaft nicht mehr wegzudenken. Die technologische Weiterentwicklung der Erneuerbaren Energien wächst kontinuierlich. Dabei fehlt zunehmend die Integration zwischen gesellschaftlichen Belangen und dem technologischen Fortschritt. Dies hat zur einer Entkoppelung zwischen Technologie und Gesellschaft geführt. Um dem entgegenzuwirken, werden im Energiecampus Ulm mittels transformatorischer Methoden neue Technologien evaluiert und partizipativ mit gesellschaftlichen Gruppen weiterentwickelt. Dies findet in drei Reallaboren statt, die transdisziplinär verknüpft werden, um die drei Lebenswelten Wohnen, Forschen und Produzieren abzudecken. Die technologischen Schwerpunkte sind dabei die Smart-Grid-Anbindung, Energiemanagementsysteme, thermische Energiespeicher und Wasserstoffnutzung. Für den letzteren Punkt wird eigens ein neues Wasserstofflabor für Erprobungs- und Demonstrationsprojekte lokaler Unternehmen eingerichtet. Am Ende des Projektes wird ein breit angelegter und forschungsbasierter Wissenstransfer zwischen Hochschule, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft vorhanden sein, der die Einstiegshürde bei neuen Energietechnologien, wie z.B. grüner Wasserstoffnutzung, senken soll.

Maßnahmen

Im ersten Schritt werden die zu untersuchenden Schwerpunkttechnologien zur Energieflexibilisierung in den Reallaboren installiert. Zeitgleich werden die Konzepte zur Einbindung der gesellschaftlichen und lokalen Akteure entwickelt. Danach erfolgt die Umsetzung der Technologieentwicklung und Erprobung in den Reallaboren. Anschließend werden die Ergebnisse ausgewertet und Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Diese Maßnahmen wurden in den folgenden Arbeitspaketen gegliedert:

  1. AP1: Installation/Integration der vier Schwerpunkttechnologien in den Reallaboren- 2021-2022
    AP 1.1 Smart Grid Anbindung: Kommunikationstechnik in den Prosumerhaushalten
    AP 1.2 Energie Management System: Installation in den Reallaboren
    AP 1.3 Thermische Speicher: Vorbereitung des Hardware-in-the-Loop-Systems
    AP 1.4 Wasserstoffnutzung: Einrichtung das Wasserstofflabors für Wärmebereitstellung
  2. AP2: Konzeption der Transfermethoden – 2021-2022
    Hier werden die Konzepte zur Einbindung der gesellschaftlichen und lokalen Akteure entwickelt.
    AP 2.1 Ausarbeitung Innovationszirkel
    AP 2.2 Ausarbeitung Transfer über Köpfe
    AP 2.3 Ausarbeitung Gamification
  3. AP3: Reallabore und Transformation – 2021-2024
    Die Gesellschaft soll aktiv in die Ausgestaltung und Entwicklung der technischen Innovationen beteiligt werden. Die Umsetzung der in AP 2 entwickelten Aktivitäten findet in den drei Reallaboren statt.
    AP 3.1 Effizienzhaus-Plus-Gebäude der Technischen Hochschule Ulm
    AP 3.2 Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern
    AP 3.3 Speicherlabor
    AP 3.4 Wasserstofflabor
  4. AP4: Synthese und Handlungsempfehlungen – 2023-2024
    AP 4.1 Wissenstransfer an Bürgerinnen und Bürger
    AP 4.2 Technischer Wissenstransfer an beteiligter Akteure
    AP 4.3 Aufbereitung CO2 reduzierende Maßnahmen
  5. AP5: Koordination und Systembetrieb – 2021-2024
    Die Projektergebnisse werden so aufbereitet, dass sich gesellschaftliche, wissenschaftliche und technische Akteure objektiv über die entwickelten CO2 reduzierenden Maßnahmen informieren können.
    AP 5.1 Projektkoordination
    AP 5.2 IT-Sicherheit, ISMS und DSGVO
    AP 5.3 Betrieb experimentelle Netzleitwarte, Smart Meter Infrastruktur

Mehrwert

  1. Inkubationszentrum für anwendungsnahe Energietechnologien am Energiecampus
  2. Errichtung einer Wasserstoffinfrastruktur als OpenLAB für Erprobungs- und Demonstrationsprojekte lokaler Unternehmen
  3. Verbreitung und Akzeptanz von Innovationen in der Energietechnik in den Lebenswelten Wohnen, Forschen und Produzieren. Akzeptanzprobleme werden identifiziert und klar formuliert.
  4. Ein breit angelegter und forschungsbasierter Wissenstransfer zwischen Hochschule, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft senkt die Einstiegshürde bei neuen Energietechnologien, in eine Wasserstoffwirtschaft sowie in die die CO2-neutrale Produktion. Ein Katalog mit Handlungsvorschlägen zu besseren Nutzung ressourcenschonender Technologien wird erarbeitet und bereitgestellt.

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